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„170 000 Euro in Spielplatz gut angelegtes Geld“ (A.B. + R.E.)

Veröffentlicht von Administrator (adac) am 21.08.2016
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Es gibt aber auch erste Kritik. „Zu langsam“ sei die 6,50 Meter hohe Rutsche, meinen viele Kinder. Bevor sie in der Dunkelheit verschwinden, erleuchtet rot schimmerndes Licht den Rutscheneingang. Ein weiterer Kritikpunkt: Rings um den Abenteuerspielplatz mit dem Namen „Kleine Luise“ gibt es nur eine bereits zuvor existierende Sitzgelegenheit mit Tisch. Zu wenig, sollten mal viele Eltern oder eine größere Schülergruppe das Areal nutzen. Die Stadt Balve will daher beim Bauhof prüfen, ob dort noch Sitzflächen oder Bänke gelagert sind.

„Ich denke, dass dieser Spielplatz aber eine ganz andere Hausnummer ist, als sein Vorgänger“, sagt Landrat Thomas Gemke bei der offiziellen Eröffnung. „Er trägt dazu bei, die Region noch attraktiver zu machen.“ Auch Bürgermeister Hubertus Mühling spricht über eine „deutliche Attraktivitätssteigerung“ und appelliert an heimische Schulen und Kindergärten, das so nahe liegende Erlebnisareal „in der Nachbarschaft“ auch zu nutzen, so wie er das mit seinem Sohn in nächster Zeit auch vorhat.

Dass der Erlebnisspielplatz erst im Herbst öffnet, als schon die ersten Blätter fallen, hänge mit Genehmigungen vom Denkmalamt zusammen, wird berichtet. Es hatte Bedenken gegen die 6,50 Meter hohe Rutsche geäußert, die zu wuchtig vor der Luisenhütte wirken könne. „Diese Anlage gibt aber eine passende Antwort“, sagt Klaus Schulze vom zuständigen Planungsbüro und ergänzt: „Wir haben mit der Eröffnung weder einen Termin erreicht, noch einen verpasst.“

Spielerisch erfahren die Kinder, was sie in der Luisenhütte gesehen haben oder noch sehen werden. Ein „Schmelzofen“ mit Wasser kann inspiziert, unterschiedlich schwere Schubkarren mit Eisenerz, Kalkstein und Holzkohle (natürlich nicht echt) gehoben und eine steile „Möllerrampe“ erklommen werden, um schließlich durch den 6,50 Meter hohen „Hochofen“ zu rutschen. In einer nachgefertigten Gießerei entstehen außerdem Guss-Stücke aus Matsch. „Da möchte man doch am liebsten gleich noch mal ein Kind sein“, sagt Jakob Graf Landsberg-Velen, dessen Familie das Grundstück zur Verfügung gestellt hat. „Super“, findet auch Kreistags-Abgeordneter Marco Voge den Spielplatz. „Die 170 000 Euro in diesen Spielplatz sind gut angelegtes Geld.“

Heimatgeschichte und Zukunft

Die „Kleine Luise“ ist Bestandteil des Regionale-Projektes „Spielplätze Energie und Technik – Wasser, Eisen, Land“. Sie ist mit Mitteln der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden sowie dem Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ unter Federführung des Ministeriums für Bauen und Stadtentwicklung des Landes NRW unterstützt worden. „Der Spielplatz nimmt deutlich Bezug zur Luisenhütte und schafft so die Verbindung zwischen Vergangenheit und heute, zwischen Heimatgeschichte und Zukunft“, sagt Stephanie Arens von der Südwestfalen-Agentur zufrieden.

Alexander Bange und Richard Elmerhaus

Zuletzt geändert am: 13.09.2016 um 14:08

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